Bern und Umgebung Blog

24. Juni 2012

Napoleonsbrücke

Neben den verschiedenen grösseren und kleineren Brücken über die Aare, gibt es in Bern auch vereinzelt Brücken über andere Gewässer. So führt beispielsweise die wenig spektakulär aussehende Napoleonsbrücke über den Gäbelbach.

Spektakulär ist tatsächlich nur die Geschichte dahinter, welche das Strassenschild den SpaziererInnen netterweise einer Kürze schildert, wie sie nur von Strassenschildern erwartet werden kann.

[Gemäss der Überlieferung transportierten 1798 die französischen Truppen den bernischen Staatsschatz über diese Brücke ab und finanzierten so Napleon Bonapartes Ägyptenfeldzug]

13. Mai 2012

Kopp-Eiche

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Vor dem Bundesarchiv in Bern stehen nicht nur Archivbäume, sondern auch lebende. Darunter auch die Eiche, die laut dieser Tafel 1984 zur Wahl von Elisabeth Kopp als erste Bundesrätin gepflanzt wurde.

16. Oktober 2011

Benannt nach… Virginia Apgar

Passend zur (nun auch nicht mehr so) neuen Frauenklinik wurde der Fuss- und Veloweg daneben nach Virginia Apgar benannt. Die Chirurgin und Anästhesistin ist, wie es auf dem Strassenschild schon heisst, für ihr Beurteilungssystem für Neugeborene bekannt.

Es handelt sich dabei um ein Punktesystem, dem die neuen Menschen anhand verschiedener Körperfunktionen zugeordnet werden, wodurch rasch eine erste Einschätzung über deren Gesundheitszustand ermöglicht wird. Eine durchaus praktische Methode, mit der die Säuglingssterblichkeit reduziert werden konnte und die noch heute Anwendung findet.

Weitere Informationen zum Leben und Wirken von Virgina Apgar finden sich hier.

5. Juni 2011

Benannt nach… Anna Tumarkin

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Seit 2000 gibt es in Bern den Tumarkinweg, der allerdings eher ein Weglein ist. Zwischen dem Hauptgebäude der Uni und dem Gebäude der „exakten“ Wissenschaften hindurch führt es auf die grosse Schanze.

1898 wurde Anna Tumarkin an der Uni Bern habilitiert, 1906 wurde sie Honorarprofessorin und 1909 Extraordinaria. Damit war die Philosophin die erste Professorin in Bern. Hundert Jahre später beträgt der Professorinnenanteil an der Uni Bern erst 16.2%, was durchaus als etwas mickrig bezeichnet werden kann.

13. März 2011

Benannt nach… Helene von Mülinen

Diese Treppe zwischen Troxlerrain und Alpeneggstrasse ist Helene von Mülinen gewidmet, was auf dem oberen Bild allerdings nicht zu sehen ist. Helene von Mülinen war die erste Präsidentin des Bundes Schweizerischer Frauenvereine, heute bekannt als Alliance F (der grösste Schweizerische Frauendachverband). Bereits davor setzte sie sich ein für bessere Bildungschancen und das Recht auf Berufstätigkeit für alle Frauen, später auch für das Frauenstimmrecht.

Das bewappte Haus im Hintergrund gehört übrigens einer Studentenverbindung. Frauen sind dort auch heute noch nicht zugelassen und werden gemeinhin als „Besen“ bezeichnet. Seit 2002 setzt die Helene-von-Mülinen-Treppe wenigstens ausserhalb ein Zeichen gegen diese Art der männlichen Besitzstandswahrung.

10. Februar 2011

Benannt nach… Margarethe Hardegger

Die Hardeggerstrasse liegt in Köniz und führt durch die Wohnüberbauung Hardegg (ohne -er), welche 2008 fertiggestellt wurde.  Sie wird mehrheitlich von Fussgänger/-innen und Velofahrer/-innen genutzt, was durchaus positiv ist. Zudem kreuzt sie sich mit dem Rappardplatz, sofern sich Strassen überhaupt mit Plätzen kreuzen können.

Margarethe Hardegger erste Arbeitersekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, wollte die Welt zu einem besseren Ort machen. Sie setzte sich gegen die Benachteiligung von Frauen und für soziale Gerechtigkeit, sowie sexuelle Befreiung ein; sie deckte illegale Aktionen ihrer anarchistischen Freunde, folgte den Idealen der Lebensreform und büßte im Gefängnis für Beihilfe zur Abtreibung. (via) Im Einzelnen setzte sich sich u.a. ein für das Frauenstimmerecht, eine Mutterschaftsversicherung, bezahlte Hausarbeit und die Abschaffung der Armee.

[Hinkommen: Linie 17 Richtung Köniz Weiermatt bis Hardegg Vidmar]

Benannt nach… Clara von Rappard

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Der Rappardplatz befindet sich am Rand der Wohnsiedlung Hardegg in Köniz. Nach Clara von Rappard bzw. dem nach ihr benannten Platz ist auch eine Kita benannt. Übrigens wirkt die Überbauung insgesamt ziemlich kinderfreundlich. Dass Clara von Rappard das gekümmert hätte, ist nicht überliefert.

Clara von Rappard galt zu Lebzeiten als bekannteste Malerin der Schweiz. Das zumindest sagt ihre Website, wo auch einige ihrer Bilder zu sehen sind. Ihr Vater, der im Gegensatz zu Clara auch eine eigene Wikipedia-Seite hat, war ein politischer Flüchtling aus Frankfurt. Ein krimineller Ausländer, nach der heutigen Sprachregelung. Das allerdings tat der Berühmtheit seiner Tocher anscheinend keinen Abbruch – tja, das waren noch Zeiten.

[Hinkommen: Linie 17 Richtung Köniz Weiermatt bis Hardegg Vidmar]

Benannt nach…

In Anbetracht der Pauline Chaponnière-Chaix gewidmeten Autobahnüberbauung stellt sich natürlich die Frage, welch andere grossartige Dinge in Bern und der Umgebung ebenfalls grossen Frauen der Geschichte gewidmet sind. Deshalb gibt’s hier nun die Serie „Benannt nach…“. Darin sollen einige dieser Strassen, Plätze, Autobahnüberbauungen usw. vorgestellt werden.

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