Bern und Umgebung Blog

2. Februar 2014

Gymnasium Kirchenfeld: Mädchengruppe mit Knabe

Filed under: Kunst — Schlagwörter: , , , , , , , — rotviolett @ 19:55

Das Gymnasium Kirchenfeld ist von durchaus imposantem Bau. Rechts und links der Treppe, die zum Vorplatz führt, finden sich je drei Statuen. Drei sitzend, drei stehend – alle nackt. Diese wurden von Karl Geiser zwischen 1926 und 1938 geschaffen.

Unklar bleibt, warum sich auf einer Seite nur Statuen männlichen Geschlechts (soweit Statuen ein Geschlecht haben können) finden, während auf der anderen Seite die Geschlechter gemischt sind. Noch erstaunlicher ist, dass die gemischte Gruppe „Mädchengruppe“ genannt wird.

OptimistInnen dürften dahinter ein subversives Infragestellen traditioneller Geschlechternormen vermuten, PessimistInnen eher latente Frauenfeindlichkeit. Merkwürdig bleibt’s so oder so.

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13. Mai 2012

Kopp-Eiche

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Vor dem Bundesarchiv in Bern stehen nicht nur Archivbäume, sondern auch lebende. Darunter auch die Eiche, die laut dieser Tafel 1984 zur Wahl von Elisabeth Kopp als erste Bundesrätin gepflanzt wurde.

7. August 2011

Schützenmuseum

Filed under: Kunst — Schlagwörter: , , , , , , , , , , — rotviolett @ 20:34

Das Schützenmuseum in Bern befindet sich zwischen dem historischen und dem naturhistorischen Museum. Aus dieser Tatsache lässt sich vielleicht ein Teil der etwas merkwürdig anmutende Fassade erklären:

Mit den drei Sandsteinköpfen (einer davon im Bild oben) gelingt es dem Schützenmuseum in einmaliger Weise, wehrhafte Schützengeschichte mit ausgestopften Tierkopftrophäen zu kombinieren.

Auf dem anderen Teil ist ein Wandgemälde aufgemalt, das die Schützengeschichte in einer etwas konventionelleren, wenn auch nicht weniger humoristischen Art aufzeigt. Zwei Männer mit Schnauz scheinen beide die Schweizerfahne halten zu wollen, wofür sie auch gerade zu prädestiniert sind. Denn beide tragen keine Waffe und hätten also durchaus noch eine Hand frei. Alle anderen sind dagegen bewaffnet: vom Hausmeister mit dem blauen Overall bis zum Knaben, der immerhin noch eine Armbrust trägt. Die idyllische Szene wird von vier – natürlich ebenfalls bewaffneten – Soldaten in Uniform bewacht. Frauen gibt es keine.

Wer nun nach dem ausgiebigen Studium der Fassade noch mehr sehen möchte, wage sich ins Innere dieser Festung. Der Eintritt ist übrigens gratis.

6. Februar 2011

Archivbäume

Filed under: Kunst — Schlagwörter: , , , , , , — rotviolett @ 20:28

Vor dem Bundesarchiv in Bern stehen diese Archivbäume. Meist sieht mensch vom Bus aus vor allem die vordere, liegende Skulptur. Wer es nicht scheut, auch einmal auszusteigen (z.B. um über die Monbijoubrücke zu spazieren), kann neben den Holzschubladen (hinten rechts im Bild) auch die Holzordner von nahem betrachten. Laut der durchaus diskret angebrachten Tafel wurden die Pappelarchive 1997/98 von Urs-P. Twellmann erschaffen und vom Bund anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Bundesstaats gekauft.

[Hinkommen: Linie 19 Richtung Elfenau bis Aegertenstrasse]

3. Oktober 2010

Monbijoubrücke

Filed under: Brücken — Schlagwörter: , , , , , , , , — rotviolett @ 11:06

Angeblich fährt die Linie 28 über die Monbijoubrücke, doch die Vermutung liegt nahe, dass dies nicht besonders häufig passiert. Denn wir wissen, dass so hohe Nummern tendenziell für Busse verwendet werden, die niemals fahren. Aber immerhin hat’s einen Veloweg. Mensch kann aber auch einfach Mit der Linie 19 (Richtung Elfenau) bis Aegertenstrasse fahren und dann über die Brücke spazieren. An den (vor allem werktags) vorbeirasenden Autos wird einem dann auch jeweils bewusst, wie langsam Langsamverkehr doch tatsächlich ist. Auch breite Trottoirs lernt mensch so erst richtig zu schätzen.

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